Bodylotion

Als ich angefangen habe, mich mit Naturkosmetik zum Selbermachen zu beschäftigen, war dieses eines der ersten Rezepte, an denen ich mich versucht habe. Das Grundrezept stammt aus dem Buch Der neue Duftführer von Fred und Ingrid Wollner; mit der Zeit habe ich es meinen Bedürfnissen angepasst.

Die Bodylotion eignet sich wunderbar zur Pflege für trockene Haut, ist sehr ergiebig und zieht schnell ein – ganz zu schweigen davon, dass sie wunderbar duftet! Sie kommt ohne all die Zusatzstoffe aus, welche die Liste der Inhaltsstoffe auf konventionellen Cremes und Lotionen so unfassbar lang machen, und natürlich ohne Wegwerf-Verpackung aus Plastik.

Zutaten:

  • 125 ml Basisöl, z.B. Sesamöl oder Weizenkeimöl
  • 75 ml Wasser
  • 2 gestrichene Esslöffel weiße Heilerde
  • max. 15 Tropfen ätherische Öle
  • ggf. eine Spatelspitze Xanthan

Außerdem benötigt man ein Becherglas, einen Rührstab und eine wiederverwendbare Flasche, in die man die Bodylotion füllen kann. Ich benutze gern ein zweites Glas, um das Öl abzumessen, und ein Thermometer, um die Temperatur zu kontrollieren.

Das Wasser auf 75° Celsius erhitzen und die Heilerde einrühren. 50ml des Basisöls und tropfenweise ätherisches Öl dazugeben. Ich benutze gern Lavendel, Bergamotte oder Orange und Rosmarin, aber das ist natürlich jedem selbst überlassen. Jetzt den Rest des Basisöls unterrühren. Wer mag, kann eine Prise Xanthan dazugeben; andernfalls muss man die Bodylotion eben schütteln, bevor man sie benutzt. Unter Rühren abkühlen lassen, in eine geeignete, wiederverwendbare Flasche umfüllen und fertig!

Jedes Aromaöl hat eigene Eigenschaften, derer man sich bewusst sein sollte. Zitrusöle z.B. sind photosensitiv, das heißt, sie reagieren stark auf Licht. Nach einer Anwendung dieser Öle sollte man sich drei bis vier Stunden keiner Sonneneinstrahlung aussetzen, sonst drohen Verbrennungen. Rosmarinöl kann sich unter Umständen auf den Blutdruck auswirken. In der Regel überwiegen die Nebenwirkungen die positiven Eigenschaften; ein Blick aufs Etikett oder ins Internet ist trotzdem angeraten.
Die Wirksamkeit von ätherischen Ölen ist erwiesen. Sie werden über die Haut in den Körper aufgenommen und lassen sich im Blut nachweisen. Allergische Reaktionen sind äußerst selten, aber möglich.
Bitte verwendet die Bodylotion nicht gleichzeitig mit konventionellen Produkten – ansonsten gelangt die Chemie gemeinsam mit den ätherischen Ölen in den Körper, wo wir sie nicht haben wollen. Eine Anwendung während der Schwangerschaft ist an und für sich unbedenklich, einige Öle können allerdings wehenfördernd wirken und sollten darum nicht benutzt werden.
Während der Zubereitung ist darauf zu achten, dass die Flüssigkeiten nicht auf mehr als 75°Celsius erhitzt werden, denn bei höheren Temperaturen zerfallen die ätherischen Öle und verlieren ihre Wirkung. Dann hat man zwar immer noch eine angenehm pflegende Lotion auf Ölbasis, die gelenkfördernde Wirkung des Rosmarins fehlt dann aber.

Ein paar Worte zur Haltbarkeit. Die Lotion ist so lange haltbar wie die kürzeste Haltbarkeit der Inhaltsstoffe; wenn sie allerdings vorher unangenehem oder gar schimmelig riechen sollte, bitte nicht mehr benutzen! Meine 200ml verbrauche ich in der Regel innerhalb von 5 Wochen und hatte noch nie Probleme mit der Haltbarkeit.

2 Gedanken zu “Bodylotion

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